Umfangreiche Tagesordnung bei der JHV

Auf der Tagesordnung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haibühl-Ottenzell standen neben den Berichten aus der Vorstandschaft etliche Ehrungen und Beförderungen. Darüber hinaus richteten Bürgermeister Sepp Schmid, Kreisbrandmeister Josef Pritzl sowie Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer ein Grußwort an die Versammlung.

Versammlungsort war in diesem Jahr, gemäß dem Dreijahresrhythmus, das Gasthaus Meindl in Haibühl. Unter den rund 50 Anwesenden, die erster Vorsitzender Michael Klingseisen alle willkommen hieß, war auch Ehrenkreisbrandmeister Reinhard Kollmer. Beim Totengedenken wurde insbesondere der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder ( Josef Glasschröder, Alois Seidl, Alois Pfeffer, Franz Aschenbrenner, Xaver Meindl) gedacht.

Der Vorsitzende lieferte einen ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2017. Besonders erwähnenswert ist diesbezüglich die Aufrechterhaltung der Maibaumtradition durch die Kameraden. In den letzten Jahren sei diese Aktion hauptsächlich über die Feuerwehr gelaufen, so Klingseisen, der bei dieser Gelgenehit auch gleich allen Helfern dankte. Dank galt außerdem den Internet- Experten, "Weihnachtsbeauftragtem" Bernhard Moser sowie allen Helfern für ihr Engagement. Zum aktuellen Mitgliederstand von 211 (51 Aktiv, 50 Passiv, 11 Jugend, 4 Ehrenmitglieder, 95 Fördernd) erwähnte er, dass der Rückgang (2016: 220 Mitglieder), auf die zwölf Sterbefälle in den letzten zwei Jahren zurückzuführen sei. Diese hätten mit Neuzugängen nicht ausgeglichen werden können.DieAltersstruktur der aktiven Mannschaft von 36 Jahren bewertete er als vielversprechend. Mit Blick auf das erste Amtsjahr der neuen Fahnenbegleiterinnen Laura Steger und Viktoria Mühlbauer zeigte sich der Vorsitzende äußerst erfreut über die gute Besetzung.Seiner Terminvorschau auf 2018 folgte der detaillierte Bericht sowie die Verlesung des Wahlprotokolls 2017 von Schriftführer Josef Eckl.

Kassier Anton Rank lieferte der Versammlung einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben, dem ein Plus zu entnehmen war. Bernhard Moser, der sich bei der Prüfung der Kasse zusammen mitStefan Lohberger im Vorfeld von einer ordentlichen, einwandfreien Führung überzeugen konnte, hatte keinerlei Beanstandungen. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

574 Stunden im Einsatz

Seminare, Leistungsabzeichen, Übungen und Einsätze (10 Brände, 11 THL, 1 Sicherheitswache, 4 UG, 14 Sonstige ) nahm sich erster Kommandant Johannes Altmann vor. Seinem Zahlenwerk war zu entnehmen, dass 331 Einsatzkräfte bei 40 Einsätzen 574 Stunden Dienst geleistet haben. Aussagekräftige Säulendiagramme lieferten Vergleiche zum "Hochwasserjahr" mit erhöhten Zahlen. Der aktiven Mannschaft gehören aktuell 56 Mitglieder an und verfügt über zwölf Gruppenführer, zwei Zugführer, fünfLeiter einer Feuerwehr, fünf Flughelfer, drei CSA-Träger, drei Mitglieder UG-OEL, zehn Maschinisten und 19 Atemschutzträger.Viel gebracht habe laut Kommandant die Heißbrandausbildung in Neustadt an der Donau , an der sich elf Kameraden beteiligt hatten, ebenso wie die Flughelferausbildung in Bad Tölz. Mit den wichtigsten Terminen 2018 und Dankesworten an Kameraden, Feuerwehrführung, Arbeitgeber, Familienangehörige, Bürgermeister und Gemeinderat endete seine Berichterstattung.

Kilian Achatz 2. Jugendwart

Jugendwart Thomas Frisch, der die Wehr darüber hinaus auch als Internet Experte unterstützt, informierte in seinen Ausführungen über den Bereich Jugend mit 11 Nachwuchskräften. Neben Aktionen, wie Rama dama oder Christbaumentsorgung, hätten sich die Jugendlichen bei der Sonnwendfeier und auch beim Hallenfest eingebracht. Bernhard Moser zollte er großen Dank für die Übernahme der Ausbildung zur Abnahme der Jugendflamme. Schließlich stelle Frisch seinen neuen Stellvertreter Kilian Achatz vor.

Bürgermeister Sepp Schmid nutzte sein Grußwort vor allem dafür der aktiven Truppe und den Arbeitgebern , die für Einsätze frei geben, zu danken.Erfreut verkündete er, dass ihm zu Ohren gekommen sei, dass der Freistaat bei Lehrgängen während der Arbeitszeit künftig den Kostenausfall beim Arbeitgeber übernehmen werde. Bezüglich derKreuzwegstationen würdigte Schmid die Übernahme der Wehr für die Kosten zur Wiederherstellung einer Station.Für die Zukunft wünschte er der Feuerwehr, als wohl anerkannteste Truppe in Deutschland, viel Glück und Erfolg.

"Vielen herzlichen Dank für alles was ihr für Bürger und Feuerwehr leistet", so KBM Josef Pritzl als ihm das Wort erteilt wurde. Höchste Anerkennung sprach er all denen aus, die in Sondereinheiten noch zusätzlich Freizeit opfernund als Ausbilder zur Verfügung stehen. Er machte darauf aufmerksam, dass die Weiterbildung in allen Bereichen (Brand, Atemschutz, THL) wichtig sei. Weiterhin ging er auf Altkleidersammlung, momentan laufende Lehrgänge sowie die Katastrophenschutzübung Roter Eber mit zirka 1500 Einsatzkräften ein. Bei dieser seien jedoch auch all diejenigen gefragt, die nicht unmittelbar beteiligt sind, zumal sie für die Aufrechterhaltung des Gebietsschutzes verantwortlich seien. Mit Blick auf die modulare Modulare Trupp-Ausbildung ( heuer erstmals mit zwei KBM Bereichen in Rimbach) bedankte sich Pritzl bei FFW Haibühl Ottenzell für die jahrelange Unterbringung in ihren Räumen.

Das Versammlungsbild mit erfahrenen Kameraden und der jungen Mannschaft zeige, dass die Feuerwehr Haibühl-Ottenzell auf einem guten Weg sei, freute sich KBI Andreas Bergbauer. Er bedankte sich bei den Aktiven für das uneingeschränkte ehrenamtliche Engagement und die Bereitschaft als Ausbilder zu fungieren. Insgesamt sei man 2017zur Normalität zurückgekehrt, so Bergbauer in Erinnerung an das Katastrophenjahr, aber auch ein normales Einsatzjahr könne den Einsatzkräften alles abverlangen. Mit dem Chronikbuch habe das Team ein gutes Werk geschaffen, das unter anderem an die ursprünglich 48 Feuerwehren (heute 34) erinnert.Abschließend wünschte der KBI alles erdenklich Gute und bedankte sich bei der Gemeinde für Überlassung des Schulsportplatzes, der ideale Rahmenbedingungen für den Jugendwettbewerb biete, sowie für die mustergültige Unterstützung beider Gemeindefeuerwehren.

Ehrungen und Beförderungen

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung standeneinige Auszeichnungen und Beförderungen an. Albert Frisch wurde eine staatliche Ehrung für 40 jährige aktive Dienstzeit im Auftrag des Bayerischen Innenministeriums das Feuerwehr Ehrenzeichen in Gold verliehen. Zudem konnte sich Frisch, der 1978 der Feuerwehr beigetreten ist, über eine Woche Freiaufenthalt in Bayerisch Gmain freuen. Er habe uneingeschränkt aktiven Feuerwehrdienst geleistet und alle Leistungsabzeichen bis zur Höchststufe Gold Rot absolviert, so die Lobrede auf den verdienten Kameraden.Wolfgang Schreiner kann ebenfalls auf 40 jährige aktive Dienstzeit zurückblicken, war jedoch nicht anwesend.

Alois Hutter wurde eine Vereinsehrung für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit, Hans Aschenbrenner (war sehr aktiv, ist nach wie vor bei Unternehmungen dabei) und Franz Dengscherz (Maschinist LF8 gehörte zur aktiven Mannschaft) für 50 Jahre zuteil.

Mattias Achatz, Stefan Kroner und Thomas Lohberger erhielten eine Auszeichnung für 30 jährigen aktiven Dienst, Johannes Altmann für 20 und Martin Silberbauer sowie Thomas Lohberger für zehnjährigen aktiven Dienst. Für Maximilian Hatzinger und Max Lohberger stand die Beförderung zum Feuerwehrmann an. Johannes Altmann, Martin Schmid und Stefan Feil wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Johann Treml kann sich jetzt als Hauptfeuerwehrmann bezeichnen.

"Uns gibts scho über 100 Jahr und uns solls no über 100 Jahr gebn" mit diesen Worten beendete VorsitzenderKlingseisen die Jahreshauptversammlung 2018.

Bericht und Bilder von Martina Münsterer

(h.v.li.) Michael Klingseisen, Kilian Achatz, Thomas Lohberger, Stefan Kroner, Martin Schmid, Stefan Feil, Martin Silberbauer, KBI Andreas Bergbauer (vorne v.li) Johannes Altmann, Bgm. Sepp Schmid, KBM Josef Pritzl, Albert Frisch und Reinhard Kollmer.
KBM Josef Pritzl, Sepp Schmid, Michael Klingseisen, Johannes Altmann und KBI Andreas Bergbauer gratulierten den langjährigen Mitgliedern Alois Hutter Franz Dengscherz und Johann Aschenbrenner (mit Urkunden v.li.) zu ihren Auszeichnungen.