Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

Die FF Haibühl Ottenzell hatte am Samstag zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Auf der Tagesordnung standen neben den Berichten aus der Vorstandschaft Ehrungen und Beförderungen.

Gemäß dem Dreijahresrhythmus war in diesem Jahr das Gasthaus Klaus Achatz in Ottenzell Versammlungsort. Vorsitzender Michael Klingseisen hieß die weit über 50 Anwesenden, darunter auch die Fahnenbegleiterinnen Laura Steger und Viktoria Mühlbauer,  willkommen.  Nach dem Totengedenken (im zurückliegenden Jahre verstorben:  Ludwig Aschenbrenner, Wolfgang Reiner, Alois Multerer, Franz-Xaver Winter), lieferte der Vorsitzende einen  Rückblick auf das Jahr 2018 mit sämtlichen kirchlichen und weltlichen Terminen. Besonders erfreut zeigte sich Klingseisen darüber, dass dank der FF  die Maibaumtradition aufrecht erhalten werden kann.  Sämtlichen Helfern, ebenso wie Internet Experten galt sein Dank. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte er auf 210 (53 Aktiv, 47 Passiv, 10 Jugend, 4 Ehrenmitglieder, 96 Fördernd).  Hinsichtlich der sinkenden Mitgliederzahl (2016: 220, 2017: 211), habe er sich die Mühe gemacht 80 potentielle Mitglieder persönlich anzuschreiben. Genutzt habe das Ganze leider nichts. Das Thema Kinderfeuerwehr betrachte er eher skeptisch, zumal dies allein schon ein enormes Personalproblem darstelle. Keinerlei Diskussionsbedarf sah der vorsitzende zum Thema Datenschutzgrundverordnung. Diese müsse akzeptiert und umgesetzt werden.  Seiner Terminvorschau auf 2019 folgte der Bericht von Schriftführer Josef Eckl.  Den Ausführungen von Kassier Anton Rank war zu entnehmen, dass der Feuerwehrverein im zurückliegenden Jahr ein Plus verzeichnen kann und finanziell gut da steht.  Stefan Lohberger, der zusammen mit  Johann Haselsteiner die Kasse im Vorfeld geprüft hatte, bescheinigte eine ordentlichen, einwandfreie Führung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
371 Stunden im Einsatz
Seminare, Leistungsabzeichen, Übungen und Einsätze (3 Brände, 5 THL, 1 Sicherheitswache, 4 UG, 25 Sonstige ) nahm sich erster Kommandant Johannes Altmann vor. Seinem Zahlenwerk war zu entnehmen, dass 160 Einsatzkräfte bei 38 Einsätzen 371 Stunden Dienst geleistet haben. Aussagekräftige Säulendiagramme lieferten Vergleiche zu den Vorjahren, wie etwa zum "Hochwasserjahr" 2016 mit 40 THL Einsätzen oder zum "Durchschnittsjahr" 2017 mit insgesamt 40 Einsätzen.  Der Blick auf die Alarmzeiten zeigte, dass 2018 fast dreimal so oft Abends beziehungsweise nachts (17 - 7Uhr) alarmiert wurde als am Tage (7-17 Uhr). Er appellierte an die Aktiven, denen es möglich ist tagsüber auszurücken, dies auch zu tun, weil wirklich jeder gebraucht wird. Die aktive Mannschaft mit aktuell 57 Mitgliedern verfügt über 13 Gruppenführer, zwei  Zugführer, fünf  Leiter einer Feuerwehr, sechs Flughelfer, drei  CSA-Träger, vier Mitglieder UG-OEL, elf Maschinisten und 19  Atemschutzträger. In seinem Rückblick ging der Kommandant auf die größeren Einsätze etwas näher ein und präsentierte hierzu außerdem Bildmaterial. Mit den wichtigsten Terminen 2019 und  Dankesworten an Kameraden, Feuerwehrführung, Arbeitgeber, Familienangehörige, Bürgermeister und Gemeinderat endete seine Berichterstattung.
Garant für aktives Dorfleben
Weil Jugendwart Thomas Frisch, der die Wehr auch als Internet Experte unterstützt, verhindert war,  informierte dessen Stellvertreter Kilian Achatz über den Bereich Jugend mit zehn Nachwuchskräften. Neben Aktionen, wie Rama dama, Maibaumwache oder Christbaumentsorgung erwähnte er den Truppmann-Lehrgang, die Initiativen hinsichtlich Jugendgewinnung oder die Gemeinschaftsübung in Engelshütt.  Es sei schön all die Berichte zu hören, so KBM Josef Pritzl, der die FF Haibühl-Ottenzell als Garant für aktives Dorfleben sieht. Man müsse nicht überall sofort mit "Hurra" dabei sein, meinte Pritzl bezüglich der  Kinderfeuerwehr , die dort wo sie installiert sei gut laufe. Zumal ein Großteil der Aktiven berufstätig ist, stelle dies in der Tat ein Personalproblem dar, wenn sich nicht Mütter in die Pflicht nehmen lassen.  Mit Blick auf die modulare Modulare Trupp-Ausbildung bedankte sich Pritzl bei FFW Haibühl Ottenzell für die jahrelange Unterbringung in ihren Räumen. Mit einem herzlichen Dankeschön für die Unterstützung begann Bürgermeister Schmid sein Grußwort. Die Wehr sei durch Aktionen wie Maibaum aufstellen fest mit der Gemeinde verwurzelt, schloss sich Schmid den Worten des KBM an. Wie schon bei der JHV der FF Arrach, kam er auch in Ottenzell auf den "Vorrats-Grundstückskauf" im Gewerbegebiet zu sprechen. Dieser Kauf sei lediglich für den Fall einer eventuellen Zusammenlegung der Gemeindefeuerwehren in ferner Zukunft, was gerade mit Blick auf die sinkenden Zahlen der Aktiven, irgendwann durchaus sinnvoll und notwendig sein könnte.  
Ehrungen und Beförderungen
Im Jahr 1969 sei er der FF beigetreten, so der Vorsitzende voller Respekt gegenüber der grauen Eminenz, wie er Alois Lohberger nannte. Er habe sich von 26. Februar 1983 bis 23. März 2002, als Kommandant für die Modernisierung und Aufrüstung der Feuerwehr engagiert und große Fußstapfen hinterlassen. Unter seinem Kommando habe der stetige ausrüstungstechnische Umbruch der Wehr stattgefunden (1983 Renovierung altes Gerätehaus, 1984 Indienststellung schwerer Atemschutz, 1985 100 jähriges Gründungsfest, 1992 ab März Beteiligung an den Bauarbeiten für das neue Gerätehaus, 1993 Einweihung neues Gerätehaus, 1994 Einweihung Gedenkstein, 1996 Anschaffung und Segnung TLF). Für sein Engagement sei er nach dem Ausscheiden als Kommandant zum Ehrenmitglied ernannt worden. Im Rahmen der JHV am letzten Samstag wurde Alois Lohberger für 50 jährige Mitgliedschaft geehrt . Ebenfalls für eine Vereinsehrung vorgesehen, jedoch krankheitsbedingt verhindert, waren Johann Aschenbrenner  aus Haibühl (40 Jahre) und  Wolfgang Lohberger aus Ottenzell (50 Jahre). Gerhard Meindl aus Haibühl, der sich ebenfalls entschuldigt hatte wird seine Auszeichnung für 60 jährige Mitgliedschaft nachgereicht. Seit zehn Jahren aktiv sind Manuel Schmidt (abwesend) und Patrick Urban, seit 20 Jahren Markus Kondas (abwesend) und Stefan Lohberger.
Für Manuel Haselsteiner stand die Beförderung zum Feuerwehrmann an. Martin Schmid  wurde zum Löschmeister befördert.
Nächstes Jahr stünden wieder Wahlen an, bei denen sich hoffentlich möglichst alle Amtsinhaber wieder wählen lassen, in diesem Sinne beendete der Vorsitzender  Klingseisen die  Jahreshauptversammlung 2019.