Zwei neue Flughelfer

Flughelfergruppe des Landkreises Cham erhält Verstärkung aus der Feuerwehr Haibühl-Ottenzell.

Der diesjährige Flughelferlehrgang Technik hat vor kurzem an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg stattgefunden. Mit dabei waren zwei Kräfte der Flughelfergruppe des Landkreises Cham.

 

Am Morgen machten sich Anna Weinfurtner und Kilian Achatz mit dem Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Thürnstein auf den Weg nach Würzburg. Dort wurden sie in den ersten beiden Tagen in Hubschraubergrundlagen, Landeplätze, Einwinkzeichen, Lasthakenkunde und weiteren Aufgaben der Flughelfer eingeweiht.

Am Mittwoch stand der Flugtag auf dem Lehrplan. Dabei brach man gemeinsam zum nahe gelegenen Fluggebiet „Schenkenturm“ auf. Dort waren von den Ausbildern bereits mehrere Lastaufnahmeplätze und Außenstationen aufgebaut worden. Nach und nach landeten die Hubschrauber, die für den Ausbildungstag bestellt worden waren, nämlich eine EC 135 der Bayerischen Landespolizei, eine Bell UH1D der Bundeswehr aus Niederstetten, eine CH 53 aus Laupheim (ebenfalls Bundeswehr) und eine AS350 Ecureuil des Privatunternehmens Helix.

Nach einer Sicherheitsunterweisung durch die jeweiligen Betreiber an ihrer Maschine wurde mit dem Flugbetrieb begonnen. Dabei konnten die angehenden Flughelfer ihr Können unter Realbedingungen vertiefen. Schnell wurde klar, dass das Einhängen unter der tonnenschweren Maschine nicht mehr so einfach war wie in der Übungshalle. Auch der starke Downwash (Rotorabwind) der CH53 erschwerte es deutlich, überhaupt unter die Maschine zu gelangen und den eigentlichen Auftrag, die Löschwasserbehälter anzuhängen, zu erfüllen. Nach einem langen aber interessanten Tag wurde um 17 Uhr das Ende des Flugbetriebs bekannt gegeben. Hinterher fuhr die Gruppe zusammen wieder zur Schule, wo die Ausbilder noch einen gemeinsamen Grillabend organisierten.

Am Donnerstag begann der Tag mit einer theoretischen Einweisung an der Rettungswinde. Hier zeigten Ausbilder der Polizei das richtige Verhalten am und im Hubschrauber. Nachmittags war erneut das Flugfeld „Schenkenturm“ das Ziel. Hier warteten die beiden Winchmaschinen, eine EC 135 der Landespolizei und eine Bell UH1D des Heeres. Wieder wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. So kam jeder Lehrgangsteilnehmer auf mindestens acht Winchgänge.Am Freitag folgte zum Lehrgangsabschluss noch die schriftliche Lehrgangskontrolle. Diese bestanden alle Beteiligten mit Bravour. Somit kann die Flughelfergruppe des Landkreises Cham auf zwei weitere ausgebildete Feuerwehr Flughelfer zählen.

 

Quelle: Chamer Zeitung