Spannender Tag mit der Feuerwehr

Blaues Licht und rotes Auto – die Feuerwehr übt wie andere Blaulicht-Organisationen eine große Anziehungskraft auf Kinder aus. Aufregung und strahlende Augen gab es auch vor kurzem bei den Kindern des BRK-Waldkindergartens Gut Kless, als sie auf einmal ein Feuerwehrauto auf dem Dachsnplatzl vorfahren sahen.
Am Steuer des Tanklöschfahrzeugs vom Typ TLF 16/25 saß Michael Klingseisen, Vorsitzender der FFW Haibühl-Ottenzell und Vater von Wakiga-Kind Lenny, der in der folgenden Stunde sein Wissen um die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr auf fachlich fundierte, jedoch stets kindgerechte, spielerische Art und Weise preisgab. In der Einrichtung ist es durchaus üblich, dass sich Eltern mit solchen Aktionen in die pädagogische Arbeit einbringen und z. B. ihren Beruf oder ihr Hobby den Kindern veranschaulichen.Klingseisen wurde nicht müde, den Kids die Feuerwehr-Ausrüstung und das technische Equipment zu erklären. So durften die Kinder alle im Fahrzeug befindlichen Geräte, angefangen vom Stromerzeuger, Tauchpumpe, Saugschlauch, Feuerlöscher, Kabeltrommel, Scheinwerfer, Lichtmast, Strahlrohre und vielerlei Schläuche, Motorsäge, Pumpe, Leitern, Funkgerät, Hebekissen und so manches mehr bestaunen und in Augenschein nehmen. Einen großen Eindruck machte die unbekannte Stimme, die plötzlich aus dem Funkgerät ertönte. Mit Verwundern nahmen die Jungen und Mädchen wahr, dass der eingebaute Tank so viel Wasser enthält wie 16 volle Badewannen, also ganze 2 500 Liter.Alle Kinder wussten über die „Hotline" der Feuerwehr Bescheid und würden die 112 wählen, wenn sie die Feuerwehr brauchen. Nach dem Notruf, vor dem Ausrücken, müssen sich die Feuerwehrleute umziehen. Wie so ein Feuerwehrmann aussieht, wenn er in voller Montur mit Atemschutz und Pressluftflasche zum Brandherd muss, konnten sich die Kinder genau anschauen. Fast wie ein Marsmännchen mutete dabei der silberne Hitzeschutzanzug an, der von allen probiert werden wollte. Einem überdimensionalen Windrad gleich war der Ventilator zum Belüften verqualmter Räume. Gesprochen wurde auch über die Gefahren bei einem Feuer und wie man sich im Notfall richtig verhält. „Wenn es brennt, Fenster und Türen zulassen", übermittelte der Fachmann seinen kleinen Zuhörern. Das absolute Highlight war, dass sich die Kinder auch ins Fahrzeug setzen durften. Klingseisen zeigte und erklärte ihnen hier auch die Wärmebild-Kamera. Der Platz hinter dem Steuer war selbstverständlich besonders begehrt. Natürlich kamen auch Klassiker wie Blaulicht und Martinshorn zum Einsatz. „Ich werde auch Feuerwehrmann", meinten viele der Buben und sogar so manches Mädchen des Waldkindergartens. Michael Klingseisen staunte am Ende nicht schlecht, wieviel die Kinder bereits über die Feuerwehr wussten. Angefangen von den Notrufnummern, bis hin zu den ersten Maßnahmen, die auch ein Kind ergreifen kann. Schnell war ein munteres Frage- und Antwortspiel im Gange. Er lud die Kinder ein, sich im Alter von 12 Jahren der Jugendfeuerwehr anzuschließen. Für alle war es ein unvergessliches und lehrreiches Erlebnis, welches noch lange im Spiel und im Kindergartenalltag nachwirkte, denn helfen kann einfach jeder. Neben dem Erleben und Erlernen verstanden die Kinder so frühzeitig, wie wichtig es ist, einander zu helfen – Werte, die nicht nur im Leben eines Feuerwehrmanns von Bedeutung sind. Und wer weiß, vielleicht ist ja bei dem einen oder anderen Kind der Samen für eine erfolgreiche Karriere in der freiwilligen Feuerwehr gelegt worden. Es wäre nicht der erste Feuerwehrmann oder -frau, der/die sich später erinnern, dass der erste Kontakt mit der Feuerwehr im Kindergarten stattfand.

Bericht und Bild von Regina Pfeffer

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